Teppichwiki
Türkische Teppiche (Anatolien)
Aus Anatolien stammt eine jahrhundertealte Knüpftradition – von feinsten Seidenteppichen bis zu kraftvollen Dorfarbeiten.

Anatolien ist eine der Wiegen der Knüpfkunst. Türkische Teppiche reichen von berühmten Gebetsteppichen über lebhaft gemusterte Dorfware bis zu den feinsten Seidenteppichen der Welt. Geknüpft wird traditionell mit dem symmetrischen türkischen Knoten (auch Doppelknoten genannt), der den Teppichen ihre charakteristische Festigkeit und Strapazierfähigkeit verleiht.
Gebetsteppiche
Ein typisch anatolisches Motiv ist der Mihrab – die stilisierte Gebetsnische, die auf Gebetsteppichen die Gebetsrichtung anzeigt. Diese Stücke gehören zu den ausdrucksstärksten Mustern der türkischen Knüpfkunst und sind bei Sammlern besonders begehrt.
Bedeutende Regionen
Hereke steht für absolute Spitzenqualität: extrem fein geknüpfte Teppiche aus Wolle und Seide, einst für den osmanischen Hof gefertigt. Konya, eine der ältesten Knüpfregionen überhaupt, ist bekannt für warme, erdige Farben und kraftvolle Dorfteppiche. Uşak machte sich schon in der Renaissance einen Namen mit grossformatigen Medaillon- und Sternteppichen, die in europäischen Gemälden verewigt wurden.
Farben und Charakter
Türkische Teppiche bestechen durch lebhafte, warme Farben – kräftiges Rot, Gelb und Blau, oft aus natürlichen Färbungen. In Kombination mit dem robusten Doppelknoten entstehen Teppiche, die ebenso dekorativ wie alltagstauglich sind.
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